Schüsslersalze

Dr. Schüsslers Ziel war von Anfang an eine möglichst einfache Heilmethode zu finden, um den Menschen zu heilen. Die damalige Zeit war geprägt von Umbrüchen. Einige bedeutende Forscher waren Robert Koch, Louis Pasteur, Ignaz Semmelweis und Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie. Durch die Weiterentwicklung des Mikroskopes war es nun erstmals möglich, menschliche Zellen zu betrachten. Schüssler begann in dieser Zeit, die Asche von Toten zu untersuchen, und Mineralstoffverbindungen bestimmten Organen zuzuordnen. Ab 1872 verabreichte er verdünnte Mineralstoffe seinen Patienten und hatte große Erfolge dabei. So behandelte er mit großem Erfolg Diphteriekranke. Ursprünglich beschrieb Dr. Schüssler zwölf Mittel, später kamen noch 15 weitere - die Ergänzungssalze - dazu. In den letzten 15 bis 20 Jahren erlebten die Mineralsalze eine Renaissance, wozu in Österreich vor allem die "GBA" beitrug. Immer wieder wird die Biochemie nach Dr. Schüssler mit der Homöopathie verwechselt. Auch wenn die Mineralstoffe homöopathisch zubereitet werden, gibt es dennoch massive Unterschiede. Die Homöopathie ist als Reiztherapie anzusehen, wobei durch feinste Reize der Organismus geheilt wird. Bei der homöopathischen Behandlung kann es am Behandlungsbeginn zu einer Erstverschlimmerung kommen, das heißt, die Krankheitssymptome können massiver auftreten.
Schüssler
Schüsslersalze
Die Schüsslersalze werden zum Wiederauffüllen der Mineralstoffmängel in den Zellen verwendet, man spricht in diesem Zusammenhang von einer Substitutionstherapie. Homöopathische Mittel werden aus verschiedensten Substanzen hergestellt, seien es Mineralien, Pflanzen, Arzneimittel oder auch aus Blut. Diese Mittel werden unterschiedlich hoch potenziert, je nach Krankheitsbild und Akutheitsstadium der Krankheit. Bei den biochemischen Salzen finden nur 27 anorganische Mineralstoffe Verwendung, welche auch in den Zellen vorkommen. Die empfohlenen Potenzen beschränken sich auch D6 und D12 je nach Substanz. Auch bei der Dosierung der Mittel gibt es gravierende Unterschiede, ebenso bei der äußerlichen Anwendung. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist das therapeutische Vorgehen. Bei einer homöopathischen Behandlung ist es notwendig, sehr stark zu differenzieren. Es gibt nicht das Mittel gegen Durchfall, sondern hier muss genau auf die Person eingegangen, Symptome genauestens abgeklärt werden, um das richtige Arzneimittel zu finden, was nicht heißen muss, dass um beim Durchfall zu bleiben, es beim nächsten Mal wieder genauso gut wirkt. Bei den Mineralsalzen gibt es einen anderen Therapieansatz. Entweder man behandelt die Symptome, diesen Therapieansatz bezeichnet man als „Strategie“, oder man ermittelt den Mineralstoffbedarf in den Zellen mittels der Antlitzanalyse.
Die Antlitzanalyse gibt die Möglichkeit, die Mängel an Mineralstoffen zu erkennen und die Defizite bei entsprechender Einnahme auszugleichen. Bei der Antlitzanalyse wird vor allem auf Färbung, Hautbeschaffenheit, Falten und Strukturen im Gesicht geachtet, wobei man hier auch zwischen akuten und chronischen Mängeln unterscheiden kann. Das Gesicht eignet sich ideal zur Analyse, da es im Unterschied zu den anderen Körperstellen nicht bedeckt ist, somit vermehrt äußeren Einflüssen, wie UV-Strahlen, Rauch, Lufttrockenheit und chemischer Belastung ausgesetzt wird.

Die Schüsslersalze im Detail

Die 12 „Funktionsmittel“

Calcium fluoratum, auch als Flussspat und Calciumfluorid bezeichnet, wird normalerweise in der Potenz D12 verwendet, um eine optimale Aufnahme in den Zellraum zu ermöglichen.

Dieses Salz ist wesentlich am Aufbau von Hüllen im Körper beteiligt und reguliert die Elastizität der Gewebe, Bänder, Muskeln und Sehnen. Wenn Flussspat nicht vorhanden ist, können sich die Gewebe zwar strecken allerdings nicht mehr gut zusammenziehen. Weiters bindet Calcium fluoratum auch das Keratin (Hornstoff). Im Falle einer Mangelversorgung verhärtet der Hornstoff und die Folgen sind bekannt: Hornhautbildung, Risse an den Fersen, rissige Haut speziell an den Fingerkuppen und Gelenken – dies tritt insbesondere sehr oft bei Frauen auf.

Die fehlende Elastizität der Gefäße führt bei den Aderwänden zu Hämorrhoiden und Krampfadern. Wenn wir von Hüllen sprechen, dürfen wir auch die Zähne nicht außer Acht lassen. Calcium fluoratum spielt eine wesentliche Rolle bei fehlendem oder aufgerautem Zahnfleisch. Auch bei lockeren Zähnen sollte man immer einen Mangel dieses Schüssler-Salzes in Betracht ziehen, da die Elastizität der Bänder, durch die die Zähne festgehalten werden in Mitleidenschaft gezogen ist. Aber auch bei zahnenden Kindern hilft die Nummer I sehr gut, da das Kiefer elastischer gemacht wird – einfach eine Tablette mit etwas Wasser anrühren und auf das Kiefer geben. Flussspat ist der Mineralstoff, der für eine gute Aushärtung und Elastizität der Knochenhülle sorgt und damit Bandscheibenvorfällen vorbeugt und auch sehr erfolgreich bei Überbeinen eingesetzt wird. Nicht nur die Härte des Knochens spielt eine Rolle, sondern auch die Elastizität. Fehlt der Mineralstoff, splittert der Knochen. Auch bei splitternden Fingernägeln liegt häufig ein Mangel vor.

Um die intrazellulären Speicher aufzufüllen, ist es notwendig Calcium fluoratum einzunehmen. Zusätzlich kann man dieses Schüssler -Salz auch äußerlich in Salben, Breien, Umschlägen anwenden.
Während die Nr.1 für alle Hüllen im Körper verantwortlich ist, ist Calcium phosphoricum ist biochemischer Sicht betrachtet für die Fülle zuständig. Er ist der Mineralstoff, der für den Zahn- und Knochenaufbau verantwortlich ist. Der Anteil an Calciumphosphat beträgt im menschlichen Körper zwischen 1 – 1,5kg, wobei 99% in Knochen gespeichert sind. Die freien Kalziumionen spielen eine wesentliche Rolle im Organismus. So sind sie mitverantwortlich für die Kontraktion und die Erschlaffung der Muskelfasern. Wadenkrämpfe deuten oft auf einen Mangel an Calcium phosphoricum hin. Die Kontraktionskraft des Herzens wird verbessert. Phosphorsaurer Kalk wird auch als „Eiweißbetriebsstoff“ bezeichnet, da es für die Bindung von Eiweißsubstanzen notwendig ist. Typisch für einen Mangel sind Allergien auf Eiweißsubstanzen. So können Allergien, welche durch tierisches Eiweiß, Milcheiweiß aber auch durch Pollen hervorgerufen werden, durch die Einnahme der Nummer 2 gelindert werden.
Auch Schwangere sollten dieses Salz nicht außer Acht lassen. Es verhindert Muskelkrämpfe und sorgt für den Aufbau des Zahnbeines – ein ganz charkteristischer Mangel sind durchscheinende Zahnspitzen, ähnlich den weißen Flecken auf den Fingernägeln. In der Stillperiode spielt es eine Rolle bei der Milchbildung. Die Schüsslersalze 2,4, und 8 sind eine bewährte Stillmischung und sorgen dafür, dass das Stillen problemlos funktioniert.

Äußere Anwendung der Salbe:
Eine äußerliche Anwendung ist bei Knochen- und Gelenksproblemen, bei der Regeneration von Knochenbrüchen und auch bei Insektenstichen sehr zu empfehlen, um das tierische Eiweiß rascher abzubauen. Hier empfiehlt es sich einen Breiumschlag mit den Salzen 2,3,8 und 10 zu machen.
Die Nr.3 benötigen wir vor allem in den Muskelzellen, im Blut, in der Leber, im Gehirn, in Drüsen und im Darm.
Eisen ist als Bestandteil des Hämoglobins bei vielen enzymatischen Vorgängen beteiligt. Genauso ist Eisen für die Infektabwehr von allergrößter Bedeutung.
Ferrum phosphoricum ist das Erste-Hilfe-Salz.
Man kann es bei Entzündungen aller Art verwenden. Einfach zu merken ist, dass man es bei jeder Krankheit verwenden kann, in der die Endsilbe „-itis“ steckt; wie zum Beispiel Otitis, Sinusitis, Rhinitis usw.

Die Nr. 3 ist das Mittel der Wahl bei erhöhter Temperatur bis 38,5°C. Steigt das Fieber über 38,5°C an, ist Kalium phosphoricum (Nr.5) als Folgemittel anzuwenden. Schmerzen, die durch Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen und Verrenkungen entstehen, werden durch eine rasche Gabe von Ferrum phosphoricum gelindert.
Auch bei Durchfall oder bei Verstopfung ist die Einnahme dieses Mineralsalzes anzudenken. Wenn nämlich die Darmwand zu wenig mit Sauerstoff versorgt wird, kommt es zu einer Beeinträchtigung der peristaltischen Bewegung und Stuhlträgheit ist die Folge. Durch eine verbesserte Sauerstoffaufnahme kann diese behoben werden, wenngleich man auch immer an einen Mangel von Natrium chloratum ( Nr.8 ) denken sollte, weil dieses Salz den Flüssigkeitshaushalt reguliert.

Für Sportler spielt die Nummer 3 eine wichtige Bedeutung, um einem Muskelkater vorzubeugen. Es fördert einen verbesserten Transport von Substanzen, die am Stoffwechsel beteiligt sind. Damit kommt es zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung und damit auch zu einer verbesserten Energieversorgung der Muskeln, wobei man genug Tabletten nehmen sollte. 40 bis 50 Stück sind hierzu sicherlich nötig.

Ebenfalls viel an Ferrum phosphoricum sollte man bei Tinnitus nehmen. Die Ohren und das damit verbundene Gleichgewichtsorgan sind auf eine gute Sauerstoffversorgung angewiesen. Wenn diese nicht erfolgt äußert sich das in einem ständigen Brummen oder in einem schrillen Pfeiffton. Diese Mangeldurchblutung führt nicht nur zu diesen unangenehmen Geräuschen, sondern kann auch Schwindel und die damit verbundene Übelkeit hervorrufen.
Der Aufbau des Bindegewebes ist wesentlich auf die Nummer 4 zurückzuführen. Während die Nr. 2 für die Eiweißbildung verantwortlich ist, werden mit Kalium chloratum die körpereigenen Eiweißstrukturen zu Faserstoffen aufgebaut. Dementsprechend vielfältig ist die Bedeutung im Körper.

Es dient dazu um die Kommunikation zwischen den einzelnen Zellen zu verbessern, der Stoffwechsel wird angeregt und es kommt zu einer Regeneration des Bindegewebes. Wenn man sich überlegt, dass das Bindegewebsgewicht eines Erwachsenen rund 12 kg beträgt und täglich von rund 15 Litern Flüssigkeit durchspült wird, kann man sich die immense Bedeutung dieses Salzes vor Augen führen. Wenn das Bindegewebe über Jahre hinweg durch Schwermetallbelastungen, durch UV-Einstrahlung, durch Alkohol oder auch durch Stress belastet wird, entstehen verfettigte Zonen an der Körperoberfläche. Auch Kollagenosen sind das Resultat des Elastizitätsverlustes des Bindegewebes.

Wie bereits erwähnt, baut Kalium chloratum D6 Faserstoffe auf. Wenn es zu einer Mangelversorgung mit diesem Salz kommt, kann es zu Hautgries kommen, die Viskosität des Blutes wird erhöht und damit die Fließfähigkeit dessen Viskosität eingeschränkt. Durch die Zähflüssigkeit des Blutes werden Adern sichtbar und damit kommt es zu Besenreisern oder zur bekannten Couperose. In diesem Zusammenhang muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass eine Einnahme der Nummer 4 kein Ersatz für ein antikoagulierendes Mittel aus der Schulmedizin ist und man die Einnahme von Medikamenten nur nach Rücksprache mit dem Arzt ändern darf. In den Bronchien bindet das Salz den Bronchialschleim. Wenn es zu einer Mangelversorgung kommt, verliert der Faserstoff seinen Halt und es entsteht ein weißlich schleimiger Husten.

Wie in der letzten Ausgabe beschrieben ist die Nummer 3 das erste Mittel der Wahl, um eine Krankheit abzufangen. Wenn der Körper die akute Erkrankung nicht erfolgreich bekämpft hat und die Krankheitsstoffe noch nicht abgelagert sind, kommt Kalium chloratum zum Tragen, indem es Gifte bindet.

Ein letztes Anwendungsgebiet der Nr. 4, das hier angeführt sein soll, ist die Stillmischung:
2 (für die Milchbildung) 4 (um die Drüsenproduktion anzuregen) und 8 (um ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung zu haben).
Äußerlich kann man Kalium chloratum bei Besenreisern, Couperose und auch bei Hämorrhoiden anwenden, wobei wir gerne für Sie auch entsprechende Zäpfchen anfertigen.
Kalium phosphoricum ist das Energiemittel der Wahl. Immer wenn man sich müde, ausgepowert und überfordert fühlt, ist die Nummer 5 angebracht. Die Müdigkeit ist oft auf eine Anhäufung von Giften und Schlackstoffen im Organismus. Ein Teil dieser Gifte wird durch Kalium phosphoricum in chemisch unbelastete Verbindungen gebracht und man fühlt sich dadurch wieder frischer und munterer. Oft hat man nach körperlicher Belastung und den damit einhergehenden Energieverbrauch ein diffuses Hungergefühl. Natürlich sollte man nach sportlicher Betätigung Kalorien zuführen, wenn nach dem Essen das Hungergefühl immer noch da ist, wurde nicht berücksichtigt, dass ein Mineralstoffmangel vorliegt. Sie spielt auch eine wesentliche Rolle in der so genannten „ Powermischung“, die aus 3, 5 und 8 besteht. Auch bei Schlafproblemen, die auf einen schlechten Schlafplatz zurückzuführen sind, ist eine Anwendung von Kaliumphosphat anzudenken.

Wenn der Körper schweren Belastungen ausgesetzt ist, wenn es zu einer Anreicherung von Giften im Körper kommt, wenn Fäulnis- und oder Mundgeruch, der beim Zähneputzen nicht weggeht ist es als Antiseptikum der Biochemie angebracht. Eine Schwächung des Gewebes führt oft auch zu erhöhten Anzahl von Scheidenpilzinfektionen. Wenn Sie daran Interesse haben, stellen wir gerne für Sie Schüsslersalzvaginalzäpfchen her, die eine bewährte Mischung an Mineralstoffen enthält. Auch bei brandigem, schlecht heilendem Gewebe wird dieser Mineralstoff eingesetzt. Dekubitus wird oft auch erfolgreich mit Kalium phosphoricum behandelt. Man kann Bäder machen, Waschungen oder als Brei auflegen, sollten diese Anwendungen brennen, kann man das Salz in Mischung mit der Nummer 8, die für den Flüssigkeitshaushalt verantwortlich ist, in flüssiger Form auch aufsprühen.

Der Einsatz dieses Mineralstoffes sollte dann sowohl innerlich als auch äußerlich erfolgen, um diesen massiven „Fünfermangel“ auszugleichen. Bei sehr hohem Fieber (über 38,8 Grad) beginnt der Körper Gewebe anzugreifen, um rascher an die Nr. 5 heranzukommen. Diese Temperaturerhöhung bewirkt auch, dieses Mineralsalz schnell an die benötigten Stellen zu bringen. Daher sollte man sich überlegen, gerade in solchen Fällen diesen Mineralstoff zu nehmen, da in diesem Fall Nr3 und Nr4 nicht mehr angebracht sind. Der Organismus wird durch hohes Fieber auch ziemlich stark belastet, dass ein Arztbesuch anzuraten ist, denn der Einsatz starker Medikamente darf nur so lange hinausgezögert werden, wie es sich medizinisch verantworten lässt.

Ein weiters wichtiges Einsatzgebiet sind die Nerven, da es stabilisierend auf die Zellmembran wirkt. In diesem Zusammenhang sollte man auch die Einnahme von ungesättigten Fettsäuren und Lecithin in Betracht ziehen, denn je mehr ungesättigte Fettsäuren vorhanden sind, umso beweglicher wird die Biomembran.
Kalium sulfuricum ist der Mineralstoff für die Energiegewinnung der Zelle. Ähnlich wie Ferrum phosphoricum hilft es, Sauerstoff in die Zellen zu bringen und damit den Stoffwechsel anzuregen. Ein Mangel an der Nummer 6 äußert sich an einem übermäßigem Bedürfnis nach frischer Luft, um Sauerstoff aufzunehmen und um damit genügend Energiespeichermoleküle, ATP (Adenosintriphosphat), zu bilden. Wenn die Atmungskette nicht vollständig abläuft, kommt es bei der Bildung von Stoffwechselzwischenprodukten zur Entstehung von zu freien Radikalen, welche oxidativen Stress hervorrufen können. Damit wird der pH-Wert ins saure Milieu verschoben und eine chronische Belastung im Stoffwechselgeschehen ist die Folge. In diesem Zusammenhang sollte auch die Antioxidantienmischung beachtet werden: Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 6 Kalium sulfuricum, Nr. 10 Natrium sulfuricum, Nr. 17 Manganum sulfuricum, Nr. 19 Cuprum arsenicosum, Nr. 21 Zincum chloratum und Nr. 26 Selenium.

Wenn im Körper zu wenig Sauerstoff vorhanden ist, schaltet die Zelle auf anaerobe(ohne Sauerstoff) Energiegewinnung um und es kommt zur Bildung von Laktat in den Muskelzellen. Das kann sich in einem Muskelkater manifestieren. Hier hilft ein Vollbad mit Kalium sulfuricum, wobei man 25 Tabletten in der Badewanne auflöset. Zusätzlich sollten 15 Tabletten über den Tag verteilt eingenommen werden. Will man einem Muskelkater vorbeugen,empfiehlt sich im übrigen die Einnahme der Nr. 3 Ferrum phosphoricum.

Da Kalium sulfuricum den Stoffwechsel anregt und Schadstoffe aus den Zellen ausscheidet, ist es unbedingt notwendig, bei längerer Einnahme die Nr. 6 mit der Nummer 10 Natrium sulfuricum zu kombinieren, um einen Stau der Giftstoffe im Organismus zu verhindern. Dieser Stau bewirkt geschwollenen Füße, Finger, Hände und Unterschenkel. Ebenfalls können „Katerkopfschmerzen“ die Folge sein.

In diesem Zusammenhang muss aber auch auf eine gesunde Lebensweise hingewiesen werden. Dazu gehört das Trinken von reinigenden Teemischungen, die Förderung der Giftstoffausscheidung durch Schwitzen und der Verzehr hochwertiger Nahrung.

Die Nummer 6 wird auch bei chronischen Erkrankungen wie Neurodermitis oder juckenden Ekzemen gegeben. Auch die Bildung von Pigmentflecken, Kaffeeflecken oder Muttermalen, welche eine Überladung an Schadstoffen anzeigen, weisen auf einen massiven Kalium sulfuricum - Mangel hin. Bei Pigmentmangel, der sich in der Weißfleckenkrankheit – Vitiligo- äußert, ist die Anwendung der Nummer 6 ebenfalls empfehlenswert, wo bei es sinnvoll ist, den Mineralstoff sowohl einzunehmen, als auch in Cremeform aufzutragen. Will man seine Haut auf vermehrte Sonnenbestrahlung vorbereiten, muss die Nummer 6 wegen der antioxidativen Wirkung eingesetzt werden.
Im Körper des Menschen befinden sich rund 25g Magnesiums, das im Knochen gespeichert ist. 40% davon sind direkt gebunden, die restlichen 60% dienen als Magnesiumspeicher. Magnesium dient als Enzymaktivator von über 300 Enzymen, beeinflusst die Erregungsleitung der Nerven und fördert auch die Membranstabilität. Ein Muskelkater wird auf einen Magnesiummangel zurückgeführt. Bestimmte Medikamente, wie Entwässerungsmittel, Tetrazykline, aber auch Stress, Alkohol und Stillen führen zu einem Magnesiummangel, der sich, wenn er besonders ausgeprägt ist an einem Heißhunger von dunkler Schokolade äußert, während sich ein Mangel an der Nr. 5 Kalium phosphoricum an Gier nach Nußschokolade manifestiert.

Wenn man an Magnesium phosphoricum denkt, denkt man zwangsläufig auch an die „Heiße Sieben“. Daher nun kurz zur Anwendung: in heißem Wasser - kurz aufgekocht - werden sieben Tabletten gelöst und anschließend schluckweise so warm wie möglich getrunken. Diese Form der Einnahme eignet sich optimal für alle bohrenden, blitzartig einschießenden Schmerzen. Hierbei handelt es sich um die Ableitung von Gasen aus dem Körper, bei Koliken aller Art, denken wir beispielsweise an den Gallengries. Wenn wir an Koliken denken, dürfen wir auch die Menstruationsbeschwerden nicht außer Acht lassen. Es gibt nur vereinzelte Fälle, in denen Frauen nicht darauf ansprechen, hier sollte man die Nr.2 und die Nr.10 hinzunehmen. Da Magnesium phosphoricum für die unwillkürliche Bewegung des Muskels verantwortlich ist, ist es ratsam im neunten Schwangerschaftsmonat ausreichend die Nr.7 einzunehmen, da hiermit die extremen Krampfwehen wirkungsvoll unterbunden werden, wie zahlreiche Frauen bestätigen.

Drei Einsatzmöglichkeiten möchte ich noch kurz ansprechen:
Erstens fördert Magnesium phosphoricum eine gleichmäßigere Herztätigkeit, zweitens spielt dieser Mineralstoff eine wesentliche Rolle im Nervensystem. Depressionen, Ermüdungserscheinungen, verminderte Reaktionsfähigkeit und Schlafstörungen sind typische Mangelerscheinungen. Die „Heiße 7“ löscht am Abend das Licht und zündet es in der Früh wieder an. Drittens wird dieser Mineralstoff auch gerne bei Spannungskopfschmerzen und Migräne verwendet.
Im Körper eines erwachsenen Menschen befinden sich ungefähr 100g Kochsalz, wobei weit über 95% in den Zellen gespeichert ist. Natriumchlorid ist in Verbindung mit Natriumhydrogencarbonat (=Backpulver) an der Säure-Base-Regulierung des Körpers beteiligt. Welche Auswirkung das Kochsalz auf unseren Blutdruck hat, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass NaCl bei zu hoher Konzentration aufgrund der zu hohen Osmolarität dem umliegenden Gewebe Wasser entzieht und es so zur Austrockung von Gelenksknorpeln kommen kann.

Aus dieser Tatsache leiten sich auch die vielfältigen Anwendungsgebiete des „Achtersalzes“ ab. Es ist zuständig, um die Temparaturregulation aufrecht zu erhalten. Ein Hinweis für einen Mangel an der Nr.8 ist außerdem eine unzureichende Schweißproduktion, da der Körper zu wenig Flüssigkeit zur Verfügung hat. So spricht man im Volksmund ja auch vom „Hitzestau“. Jene Teile unseres Körpers sind besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Natrium chloratum D6 angewiesen, welche schlecht durchblutet werden, wie Augen, Knorpel oder Sehnen. Dieses Salz hat auch einen positiven Einfluss auf unseren Blutdruck, indem es intra- und extrazelluläre Konzentrationen ausgleicht. Auch wenn man sich überlegt, dass die Nieren täglich von rund 1000 Litern Blut durchströmt werden und letztendlich nur rund ein Liter Harn ausgeschieden wird, kann man unschwer erkennen, wie erforderlich das „Achtersalz“ für den Organismus ist, da es die Flüssigkeitsregulation fördert. Wenn man sich verbrennt, verdampft an der Hautoberfläche viel Flüssigkeit. Um hier den Flüssigkeitshaushalt wieder in Gleichgewicht bringen zu können, empfiehlt es sich – wie bereits einmal kurz beschrieben – als Mittel der Wahl einen Brei aus der Nr.8 und der Nr.3 anzufertigen und auf die Brandstelle aufzutragen. Sehr oft bilden sich bei dieser Anwendung keine Blasen und die Schmerzen reduzieren sich merklich.

Auch bei Schleimhautproblemen spielt das Kochsalz in dieser potenzierten Form eine wesentliche Rolle. Durch die Regulation des Flüssigkeitshaushaltes wird es sowohl bei trockenen, blutenden Nasen eingesetzt, als auch bei rinnenden Nasen bei klarem Sekret. Ähnlich verhält es sich auch bei Scheidenproblemen der Frau.
Ein Mangel an der Nr.8 hat oft auch trockene Augen zur Folge. Das Gefühl, als ob man Sandkörner in den Augen hat, ist jedem, der es einmal gehabt hat, bekannt. Weiters wird Natrium chloratum auch bei Vergiftungen aller Art verwendet, um bestimmte Stoffe zu binden und sie damit besser ausscheidbar zu machen. Ein typisches Beispiel ist der Alkoholkabusus. Um den Alkohol zu „verdünnen“, führt der Organismus Flüssigkeit zu und ein massiver Flüssigkeitsmangel ist die Folge. In diesem Fall ist dieses Salz unumgänglich, um zumindest das Flüssigkeitsniveau stabil zu halten, eventuell in Kombination mit den Nr.7, 10, 21 und 26.

Äußerlich empfiehlt sich eine Anwendung von Schüssler Nr.8 bei Verbrennungen, wie oben bereits beschrieben, bei Insektenstichen und bei Gelenksproblemen, da es bei einer Mangelversorgung durch diesen Mineralstoffsehr leicht zu einem Austrocknen der Knorpelgewebe führen kann.
Wie bereits beim „Achtersalz“ ausgeführt, spielt der Purinabbau eine wesentliche Rolle. Da Harnsäure ein Stoffwechselprodukt des Purinabbaues ist, spielt gerade bei diesem Salz die „Übersäuerung des Organismus“ eine wesentliche Rolle. Ein zuviel an Harnsäure kann man versuchen zu regulieren, indem man/frau sich basisch ernährt, viel an Wasser trinkt, und Gemüsesuppe isst, möglichst mit Sellerie und Karotten angereichert. Vorsicht sollte man beim Gebrauch von Basenpulvern anwenden, die kurzfristig empfehlenswert sind, allerdings keine Dauerlösung sein können, da durch deren Anwendung eine massive Belastung für die Bauchspeicheldrüse die Folge ist.

Natrium phosphoricum ist in der Lage viele anfallenden Säuren in Wasser und Kohlenstoff umzuwandeln. Ein typisches Zeichen an Hyperazidität ist Sodbrennen. Der Mangel äußert sich in Müdigkeit und Heißhungerattacken, speziell am Vormittag, an Gallen- und Nierensteinen. Um diese Säurefluten nicht nur Innerlich zu behandeln, empfiehlt sich ein „BaseCare“- Bad der Adler Pharma, um die Säuren über die Haut auszuscheiden.

Die Mangelanzeichen am „Neunersalz“ ist der typische Hunger auf Süß- und Fettspeisen, speziell vor dem Essen, fettige Haut, Magersucht, extreme Fettleibigkeit und „Säurefalten“. Gerade jene, die am späten Vormittag und am späten Nachmittag Heißhungerattacken kriegen, weisen einen Mangel am „Neunersalz“ auf, gleich wie die Autofahrer, denen nach einer Stunde die Augen zufallen.

Ebenfalls typisch für einen Mangel an Natrium phoshoricum ist ein Druck in der Nierengegend. Lagern sich nämlich Oxalatkristalle an den Nervenfasern ab, kann es zu massiven Schmerzen führen. Ablagerungen führen zu Weichteilrheumatismus und auch zu Entzündungen im Knorpelgewebe, zu Arthritis und in späterer Folge zu Arthrose.

Auch Akne, in Folge von Störungen des Säure-Basenhaushaltes, ist oft die Folge. Das chronische Auftreten von Abszessen, besonders in Bereich der Schweißdrüsen ist oft ein Mangel an diesem Mineralsalz. Sollte die Akne hormonell bedingt sein, empfiehlt es sich jedenfalls Kalium arsenicosum Nr.13 dazu zu nehmen. Wenn Akne am ganzen Körper auftritt, wäre die Nummer 14 Kalium bromatum angebracht.

Da eine Säureüberlastung zwangsläufig auch eine Gier nach Fett nach sich zieht, sollten Menschen, die an Fettleibigkeit leiden, Butter und Schlagobers lieben, Natrium phosphoricum in Kombination mit hochwertigen Omega 3 Fettsäurekapseln zu sich nehmen.

Äußerlich verwendet man das Schüsslersalz Nr.9 bei allen säurebedingten Gelenksproblemen, bei Mitesser, Akne und Cellulite, die ebenfalls zum Teil auf einen übersäuerten Organismus rück schließen lässt.
Natrium sulfuricum, in unpotenzierter Form als Abführmittel verwendet, ist der Mineralstoff für die Leber. Die Leber übt zahlreiche Funktionen im Organismus aus. Sie ist verantwortlich für die Cholesterinsynthese, stärkt das Immunsystem, reguliert den Ammoniakabbau und reguliert den Zuckerhaushalt.

Das „Zehnersalz“ spielt auch für die Entgiftung eine wesentliche Rolle. Durch den Zusatz von Farb-, Schönungs- und Konservierungsmittel in der Nahrung, durch das Rösten der Lebensmittel, durch das Rauchen und durch das Trinken von Alkohol werden dem Körper zahlreiche Schadstoffe zugeführt, die sich als Schlacken im Organismus ablagern, da nicht alle diese Giftstoffe wieder ausgeschieden werden können. Wenn man bedenkt, dass jährlich 3000 neue Kunststoffverbindungen entdeckt werden, kann man sich die Bedeutung der Leber vorstelle. Der Mineralstoff Nr.6 Kalium sulfuricum holt die Schlacken aus den Zellen und durch die Nr. 10 werden sie abtransportiert. Daher ist es im Normalfall sinnvoll die Nr.6 und 10 zu kombinieren. Gleiches gilt auch für die Einnahme von Calcium sulfuricum, der Nr.12.

Natrium sulfuricum baut Flüssigkeitsansammlungen im Organismus ab. Es bindet selbst überschüssiges Wasser. So kann es unterstützend bei einem erhöhten Augendruck und bei Ohrenschmerzen, die von einem Druck im Ohr begleitet werden, eingesetzt werden. Bei einer Beeinträchtigung des Flüssigkeitshaushaltes durch nicht abtransportierte Schlacken kann es zu Blähungen und Verstopfungen führen.

Alkohol, dessen toxische Wirkung auf die Leber bekannt ist, wird mittels Natrium sulfuricum abgebaut. Um den Alkoholabbau zu verbessern, empfiehlt sich, die Salze Nr.7 und Nr.8, beide für die Entspannung der Nerven zuständig, die Nr.21 und 26 als Radikalfänger die Nr.17 als Energieproduzent gemeinsam mit der Nr.10 als Hauptsalz zu verwenden.

Ein Mangel an Natrium sulfuricum manifestiert sich oft auch an äußeren Anzeichen, wie Fieberblasen, Warzen oder Muttermale. Auch schlecht heilende offene Beine sind ein Hinweis auf den Mineralstoff Nr.10, wenn das Sekret gelblichgrünlich ist, ansonsten sollte man die Nr.4 oder 6 verwenden.
Silicea ist der Strukturmineralstoff und wird auch als Kieselsäure, Kieselerde oder Terra silicea bezeichnet. Dieses Salz bildet rund ein Viertel der Erdkruste, im menschlichen Körper hingegen kommen nur - als Siliziumdioxid vorliegend – 1,4 Gramm vor. Eine Mangelversorgung an Siliciumdioxid kann bei Tieren zu Wachstumsstörungen führen, beim Menschen zur vorzeitigen Hautalterung, da der Mineralstoff Nr.11 für eine Quervernetzung des Bindegewebes führt. Silicea gibt dem Gewebe Tragfähigkeit und Spannkraft. Bei rissigen, brüchigen Fingernägeln und bei der Bildung von Ziehharmonikafalten, die nicht mit kompaktierten Falten verwechselt werden dürfen, liegt ein Mangel vor. Auch Blutergüsse können auf ein schwaches Bindegewebe zurückgeführt werden. Bei einer zu hohen Konzentration an Säure wird Silicea aus den Aderwänden gelöst und oft reichen schon leichtere Belastungen wie ein festerer Griff aus, um einen Bluterguss hervorzurufen.

Bei gichtisch-rheumatischen Erkrankungen kann Silicea mitwirken, die Harnsäure zu neutralisieren, indem sie im Intrazellulärbereich abgebaut wird und so in chemischen Reaktionen die Säure bindet.

Mit einem Säureüberschuß in einem Zusammenhang steht auch eine vermehrte, unangenehm riechende Schweißproduktion. Bei einem großen Überschuss an Säure, der auf einen Mangel der Nr.11 zurückzuführen ist, bildet sich vermehrt Schweiß, der durch Bakterien zersetzt wird und einen unangenehmen Geruch hervorruft.

Als Funktionsmittel des Bindegewebes baut die Nr.11 organeigenen Nerven mit auf. Daher wird dieser Mineralstoff auch bei gereizten Nerven sehr gerne und erfolgreich eingesetzt. Wenn die Nerven hingegen angegriffen und gespannt sind, wäre es sinnvoll, die Nr.5 Kalium phosphoricum beziehungsweise die Nr.7 zu verwenden.

Durch Säureüberladung kommt es einer Schwächung des Immunsystems und Bakterien und Viren können leichter eindringen und letztendlich Eiterherde hervorrufen, die äußerlich wie bei einer Angina oder auch innerlich wie bei Abszessen auftreten können. Um diese Eiterherde zu bekämpfen, ist der Einsatz der „Eitermischung“ sehr bewährt. Sie besteht aus den Nummern 9 und 11, um die Säurebelastung zu reduzieren und der Nummer 12, um den Abtransport der den Körper schädigenden Substanzen verbessern zu können.

Da Silicea im Bindegewebe eine wichtige Rolle spielt, leidet auch die Bindehaut des Auges unter einem Mangel und kann mit starken Lichtreizen nicht mehr umgehen. Das führt zu einer Lichtüberempfindlichkeit und auch der Augenstoffwechsel leidet darunter.
Calcium sulfuricum wird auch als schwefelsaures Calcium, als Calcerea sulfurica oder als Gips bezeichnet und nimmt eine Sonderstellung im Rahmen der Schüsslersalze ein, da es zuerst von Dr. Heinrich Wilhelm Schüssler zu den Hauptsalzen gezählt worden, von ihm dann aus der Liste entfernt worden und später aufgrund neuerer Erkenntnisse wieder aufgenommen worden ist. Das Hauptorgan dieses Salzes im Körper ist das Bindegewebe. Von Pischinger wurde herausgefunden, dass die Aktivität der Zellen in einem sehr engen Verhältnis zum Bindegewebe besteht und der Mineralstoff Nr.12 die Durchlässigkeit erhöht, um „alles im Fluss“ zu halten. Das Bindegewebe eines erwachsenen Menschen beträgt rund 12kg und wird dabei täglich mit mehr als 10 Litern Flüssigkeit durchspült. Eine wesentliche Rolle hat es auch als Transportstrecke zwischen Zelle und Nachbarzelle inne.

Eine fehlende Elastizität des Bindegewbes, das auf einen „Zwölfermangel“ zurückzuführen ist, äußert sich darin, dass eingelagerte Säuren nicht mehr abgeführt werden können und zu kompakten Einlagerungen führen und auch eine Eiweißdickleibigkeit zur Folge hat. Wenn das Bindegewebe seine Durchlässigkeit verliert, so kann dies durch die Nr.12 regeneriert werden. Deshalb wird es auch in Kombination mit den Nr. 9 und 11 gegeben, um Eiterungsprozesse aller Art schneller abheilen zu lassen. Die fehlende Elastizität führt zwangsläufig auch zu einem Rückstau an Säure im Organismus. Daher ist dieses Salz auch eines, das bei Rheuma und Gicht nicht übersehen werden sollte.

Grundsätzlich sollte man dieses Salz bei verdichtetem und gestauten und verhärtetem Gewebe anwenden, das sich in klassischen Infektionen wie chronischer Bronchitis immer wieder unter Beweis setzen kann. Diese schleimabbauende Wirksamkeit zeigt bei Natrium sulfuricum ihr Können, gerade wenn es sich um dick-zähflüssigen Schleim handelt, der auch bei Mandelentzündungen, bei einem Stockschnupfen, bei Zahnfleischentzündungen und gerade bei Mittelohrentzündungen sollte man nicht auf diesen Mineralstoff vergessen. Wie bereits erwähnt sollte man/frau Ferrum phosphoricum als erstes Mittel der Wahl anwenden. Wenn die Infektion zu eitern beginnt, ist eine Kombination mit der Nr.9, 10 und 11 empfehlenswert.

Einen Mangel am „Zwölfersalz“ sieht man an einem alabasternem Gesicht. Der Schockzustand, der einem Menschen zuteil geworden ist, zeichnet sich auch noch Jahre danach ab. Auch wenn dieses Erlebnis schon Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt, ist dieser traumatisierte Zustand noch immer zu erkennen um mit Hilfe der Nummer 12 Calcium sulfuricum D6 hervorragend zu mildern.

Die 15 „Ergänzungsmittel“

Arsen ist ein ubiqitär vorkommendes Spurenelement, das in Böden, Nahrungsmitteln und auch im Trinkwasser nachzuweisen ist. In der Schweiz gibt es vor allem in Tessin und in Graubünden ein sehr arsenreiches Grundwasser, das zur Schließung zahlreicher Quellen führte. Während elementares Arsen an sich ungiftig ist, kommt es bei Arsenverbindungen bereits ab einer Menge von 0,3 Gramm zu tödlichen Vergiftungen, da diese Arsensalze sehr gut über den Magen-Darmtrakt aufgenommen werden.

Im Jahr 1786 entwickelte der britische Arzt Thomas Fowler eine nach ihm benannte Lösung, die sogenannte Fowler`sche Lösung (Solutio Kalii arsenicosi). Bei Gewichtsverlust, Blutbildstörungen, bei Hautkrankheiten und vor allem bei Leukämie wurde sie damals eingesetzt, spielt allerdings in der modernen Medizin heute keine Rolle mehr.

In der Biochemie nach Dr. Schüßler wurde Kalium arsenicosum im Jahr 1905 von Goltz eingeführt. Allgemein wird das „13er-Salz“ bei „darniederliegenden Lebenskräften“ verwendet. Bewährt hat sich die Anwendung bei akuten Erkrankungen, die einhergehen mit einem plötzlichen Kräfteverfall und bei chronischen Krankheitsfällen, die durch einen allgemeinen Verfall geprägt sind. Hier sollte man vor allem an Erkrankungen der Leber, Lunge und Bronchien denken. Die Leber ist das wichtigste Organ für die Verwertung stoffwechseleigener und stoffwechselfremder Produkte. Sie greift regulierend in das Immun- und Hormonsystem ein. Bei Regelproblemen in Kombination mit dem 17er- und 21er Salz, bei unerfülltem Kinderwusch, Minderwuchs und auch bei Schildrüsenproblemen spielt Kalium arsenicosum in der Mineralstofftherapie nach Dr. Schüssler eine wichtige Rolle.

Dieses Salz mit seinem beruhigenden Einfluss bei Erkrankungen auf den Magen-Darm Trakt wird sowohl bei chronischen als auch bei akuten Erkrankungen des Verdauungstraktes eingesetzt. Bei Brechdurchfällen, die mit einem raschen Kräfteverfall einhergehen und bei wässrigen Durchfällen, wobei diese Beschwerden häufig mit einem brennenden Gefühl einhergehen, ist die Einnahme dieses Salzes angezeigt.

Kalium arsenicosum wirkt auch stabilisierend auf das Nervensystem. Tiefgreifende Erschöpfung bei innerer Unruhe, Platzangst, depressive Verstimmungen und eine unbegründete Ängstlichkeit sind Anzeichen für einen Mangel an diesem Mineralstoff.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist Psoriasis. Diese Hauterkrankung beruht darauf, dass es zu einer beschleunigten Epidermisbildung der Haut kommt. Bei dieser chronischen Hauterkrankung, begleitet von sehr starkem Juckreiz kommt es, wie zahlreiche Fälle belegen, durch die Einnahme des Salzes zu einer wesentlichen Verbesserung, vor allem in Kombination mit den Nummer 1, 11 und 21.
Kaliumbromid spielte in der Medizin bereits im 19. Jahrhundert wegen seiner schlafanstoßender Wirksamkeit eine gewisse Rolle. Auch bei epileptischen Anfällen wurde es erfolgreich angewandt. Da allerdings sehr hohe Dosierungen notwendig waren, um medizinische Erfolge zu erzielen, zeigten sich auch die negativen Auswirkungen dieser Substanz, wie Melancholie und Depressionen. Als weitere Nebenwirkungen traten Bromschnupfen und auch die sogenannte Bromakne auf.

In der Homöopathie wird dieser Mineralstoff hauptsächlich bei Keuchhusten und bei Kehlkopferkrankungen verwendet. Von der Goltz führte Kalium bromatum 1905 in die Mineralstofftherapie nach Schüßler ein, nachdem Brom zuvor feinstofflich im menschlichen Körper nachgewiesen worden war. Die Anwendung dieses Ergänzungsmittels, wie übrigens bei allen anderen auch, wird in der zwölften Dezimalpotenz empfohlen.

In der Mineralstofftherapie ist das Haupteinsatzgebiet dieses Salzes das Nervensystem. Es beruhigt die Nerven bei Erregungszuständen. Daraus kann man Angst- und Verwirrtheitszustände, Kopfschmerzen und Migräne und Schlaflosigkeit mit diesem Salz biochemisch behandeln. Bei großer motorischer Unruhe und übermäßigem Bewegungsdrang hilft dieser Mineralstoff, um „ zur Ruhe zu kommen“. Es ist daher eine sehr gute Unterstützung für unruhige und auch für hyperaktive Kinder. Die innere Unruhe manifestiert sich auch in anderen Symptomen wie nervöse Sehstörungen, Magen-Darmprobleme, nervöse Muskelzuckungen. Diese Zeichen erhöhter Sensibilität deuten auf einen Mangel von Kalium bromatum hin. In diesem Zusammenhang sollte auch die „Schlafmischung“ erwähnt werden. Sie umfasst die Nummern 2, 7, und 11.

Da die dem Kaliumbromid in der Biochemie zugeordneten Organe die Hypophyse und die Schilddrüse sind, ist sein Einsatz auch bei Schilddrüsenerkrankungen zu überlegen. Da das Bromid in der Schilddrüse angereichert wird, resultiert daraus eine verminderte Bildung von Schilddrüsenhormonen. Bei Drüsenschwellungen, bei chronischen Entzündungen im Rachenraum und beim Auftreten erster Schnupfenanzeichen, um ein Übergreifen auf die Nebenhöhlen zu verhindern, ist das „14er-Salz“ angezeigt.

Ein untrügliches Zeichen im Rahmen der Antlitzanalyse sind die leicht hervortretenden, stark betonten Augäpfel, die auf einen Mangel dieses Mineralstoffes hinweisen.
Jodid ist in unserem Körper ein essentielles Spurenelement. Bei einem erwachsenen Menschen beträgt die im Organismus vorkommende Jodmenge zwischen 10 und 20 Milligramm, wobei sich mehr als die Hälfte davon in der Schilddrüse befindet. Es kommt aber in fast allen anderen Zellen des Körpers vor.

In der Schulmedizin wird Jod in erster Linie als mildes Desinfektionsmittel und als pilzabtötendes Mittel verwendet. Homöopathisch findet es Verwendung bei Erkrankungen der Atmungsorgane, bei Schnupfen mit reichlichem, wässrigen, scharfen Sekret und wird auch bei einigen Formen des Rheumatismusses erfolgreich eingesetzt.

In der Biochemie nach Dr. Schüßler wird Kalium jodatum in folgenden Bereichen und Funktionen sehr erfolgreich angewendet:
Dieses Mineralsalz ist das wichtigste biochemische Funktionsmittel für die Schilddrüse. Ob seiner regulierenden Wirksamkeit kann es bei allen Funktionsstörungen dieses Organs eingesetzt werden, sowohl bei Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)als auch bei Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion). Bei einer Überfunktion kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung der Hormone L-Thyroxin und Triiodthyronin, zurückzuführen auf ein lokalisiertes Wachstum von Teilen des Gewebes. Ein Mangel an Jod verursacht einen Kropf (Struma). Die Schilddrüse versucht hierbei, durch Vermehrung jener hormonproduzierender Zellen den Jodmangel auszugleichen, um das zu wenig vorhandene Jod möglichst vollständig zu verwerten. In der Folge können sich Schilddrüsenknoten bilden, aus denen sich auch Karzinome entwickeln können. Unter einer Hypothyreose versteht man eine ungenügende Bildung und Freisetzung dieser Hormone. Die Schilddrüsenhormone üben indirekt einen Einfluss auf zahlreiche Organe aus. Bei einer Hyperthyreose ist der Grundumsatz des Körpers erhöht. Eine erhöhte Körpertemperatur, eine gesteigerte Herzfrequenz und Gewichtsverlust sind die Folge. Aufgrund einer vermehrten Stimulation des zentralen Nervensystems kommt es zu Unruhezuständen, bei einer Unterfunktion hingegen zu Lern- und Antriebslosigkeit und Müdigkeit.

Da neben Jod auch Kupfer unmittelbar mit der Schilddrüsenhormonproduktion in Zusammenhang steht empfiehlt sich die gleichzeitige Einnahme von Nr. 19 Cuprum arsenicosum. Antlitzdiagnostisch gesehen zeigt sich ein Mangel an Kalium jodatum an einer Schwellung der Schilddrüse und einer äußerst angespannten Muskulatur im vorderen Halsbereich, oft auch von Schluckbeschwerden begleitet.
Lithium wird in unserem Körper vor allem im Skelett, den Zähnen, in der Nebenniere und in der Hypophyse gespeichert. In der Vergangenheit wurde Lithium bei kardiovaskulären Erkrankungen und bei erhöhtem Blutdruck als Kochsalzersatz angewendet, verlor allerdings aufgrund von schwerwiegenden Nebenwirkungen sehr rasch an Bedeutung, da es eine sehr stark stimmungsdämpfende Wirkung aufweist, die nur in einigen Fällen erwünscht ist und heute in der Langzeitprophylaxe von manisch-depressiven Erkrankungen seinen Einsatzbereich findet. Im Unterschied zu den anderen Schüßlersalzen findet dieses Salz in der Homöopathie keine Anwendung.

In der Biochemie nach Dr. Schüßler finden wir für dieses Mineralsalz vier große Anwendungsgebiete:
Lithium chloratum hat einen großen Einfluss auf den Eiweißstoffwechsel und wird in diesem Zusammenhang bei Störungen des Bindegewebsaufbaus eingesetzt. Hierzu zählt auch eine begleitende Anwendung bei Schuppenflechte (Psoriasis). Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass dieser Krankheit eine zu hohe Konzentration antimikrobieller Eiweißstoffe in der Haut zugrunde liegt. Dadurch werden Entzündungsbotenstoffe aktiviert, die zu einer zu schnellen Teilung der Oberhautzellen führen und sich in einer starken Schuppenbildung der Haut manifestieren.

Weiters kommt es durch Lithium chloratum zu einer vermehrten Bildung von Alpha-Globulinen, was zu einem Einfluss auf die Infektionsabwehr des menschlichen Körpers führt. Man vermutet, dass dieser Mineralstoff die Aufnahme von Folsäure und Vitamin B12 in die gesunden Körperzellen fördert und damit das Wachstum von Herpesviren hemmt.

Eine besondere Wirkung übt dieses Salz auch auf den Harnsäurestoffwechsel aus. Es verbessert die Ausscheidung von Harnsäure und hat sich damit bei Gicht und rheumatischen Beschwerden sehr bewährt. In diesem Zusammenhang sollte man an die „Gichtmischung“ denken: Nr.8, 9, 10, 11, 12 und 16.

Wie auch in der Schulmedizin wird Lithium chloratum sehr erfolgreich bei psychischen Störungen angewendet. In der Prophylaxe und in der Behandlung von Demenzerkrankungen hat dieser Mineralstoff seine Bedeutung, da es Nervenzellen vor den toxischen Effekten des Neurotransmitters Glutamat schützt. Einige Studien kamen hierzu zum Ergebnis, dass Lithium möglicherweise Patienten mit Alzheimer-Erkrankungen helfen kann.
Mangan ist ein Spurenelement, das zu 0,8% am Aufbau der Erdrinde beteiligt ist. Der menschliche Körper enthält zwischen 10-20 Milligramm Mangan, wobei es im Dünndarm resorbiert und vorwiegend in der Leber, Niere im Knochenmark und in den Haaren gespeichert wird. Aufgenommen wird dieses lebenswichtige Element in der Nahrung vor allem über Haferflocken, Bierhefe und Nüsse. Mangan aktiviert als wesentlicher Bestandteil von zahlreichen Enzymen viele Stoffwechselreaktionen. Eine besonders hohe Mangankonzentration finden wir in den Knochen, wo es an der Entwicklung des zentralen Nervensystems, der Blutgerinnung und der Entwicklung der Spermien beteiligt ist. In der Homöopathie findet Manganum sulfuricum vor allem Anwendung bei Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates und bei Leberfunktionsstörungen. In der Biochemie nach Dr. Schüßler wurde Manganum sulfuricum von Schöpfwinkel 1924 eingeführt. Die zwei Haupteinsatzgebiete des „17-er Salzes“ umfassen das Knochen- und Knorpelgewebe und die Blutbildung.

Da dieser Mineralstoff für die Knochenmineralisation wichtig ist, spielt er bei der Osteoporose eine Rolle. Studien belegen, dass eine kombinierte Gabe von Calcium zusammen mit Mangan, Zink und Kupfer effektiver bei der Osteoporosebehandlung wirkt als die alleinige Calciumsubstitution. Bei arthrotischen Problemen erhöht Manganum sulfuricum als biochemisches Funktionsmittel den Chondroidingehalt im Knorpelgewebe und trägt damit zur Regeneration der Knorpelsubstanz bei. Bei rheumatoider Arthritis wird der Entzündungsverlauf positiv beeinflusst.

Bei Eisenmangel steigt die Resorptionsrate von Mangan um das 2-3-fache. Da in den roten Blutkörperchen Mangan gebunden vorliegt, wird in der Biochemie nach Dr. Schüßler bei Eisenmangel Manganum sulfuricum zusätzlich zu Ferrum phosphoricum (Nr.3) verabreicht, um das Eisen dauerhafter aufzunehmen. Hierbei sollte die Dosierung von der Nr.17 die Hälfte der Nr.3 ausmachen. In unmittelbarem Zusammenhang mit der Blutbildung steht die Energiegewinnung. Bei Erschöpfung, Ermüdungserscheinungen, allgemeiner Nervenschwäche aber auch im Leistungssport profitiert man von diesem Mineralsalz.

Bei unerfülltem Kinderwusch wird dieses Ergänzungssalz erfolgreich angewendet, da es zu einer Verbesserung der Spermienbeweglichkeit und Fruchtbarkeit führt. Dieser Aspekt wird auch dadurch verstärkt, da Mangan als Co-Faktor eines der wichtigsten Enzyme im menschlichen Körper ein sehr effektives Antioxidans ist und damit Zellschäden vorbeugt.

Antlitzanalytisch erkennt man Menschen mit einem Mangel an Manganum sulfuricum an ihrer Misslaunigkeit, an ihrem müden Gesichtsausdruck und ihrem schwärzlich braunen Hautteint.
Calciumsulfid ist ein gelblich bis schwach rötliches Pulver, das in Gerbereien als Enthaarungsmittel eingesetzt wird. In der Medizin verwendete man früher Calciumsulfid bei Abszessen, Hautausschlägen, bei Psoriasis in Salbenform. Heute ist dieser Stoff allerdings obsolet, auch die Anwendung als Enthaarungsmittel gehört der Vergangenheit an, da der Geruch als sehr unangenehm empfunden wird. In der Homöopathie wurde Hepar sulfuris calcarea von Hahnemann eingeführt, ist allerdings nicht mit dem Calcium sulfuratum, das in der Biochemie nach Schüßler Verwendung findet, identisch.

In die Biochemie nach Dr. Schüßler wurde dieser Mineralstoff von Schöpfwinkel in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eingeführt. Die Nr. 18 gilt als eine Bremse gegen eine hemmungslose Oxidation und ist von großer Bedeutung für den ungestörten Verlauf des organischen Stoffwechsels. Durch den Einsatz dieses Stoffes wird der aufbauende Stoffwechsel im Organismus gestärkt. Erschöpfungszustände mit massivem Gewichtsverlust trotz Heißhungerattacken sind eineindeutiges Mangelzeichen. Dieser Mineralstoff nimmt auch Einfluss auf die Glykolyse und unterstützt somit den Energiehaushalt. Diese hemmungslosen Oxidationsprozesse (Schöpfwinkel) führen auch zu einer extremen Leberbelastung.

Calcium sulfuratum spielt auch zur Stabilisierung des Säure-Basen-Haushalts eine große Rolle. Durch einen gesteigerten Stoffwechsel, durch Über- oder Unterernährung, durch hektische Lebensweise und auch durch Genussgifte kommt es zu einer vermehrten Säureproduktion, in deren Folge durch den Verlust von Mineralstoffen körperliche Störungen entstehen können.Eine chronische Übersäuerung führt zu einer Belastung der Gefäße. Bei zahlreichen Venenerkrankungen, insbesondere bei Krampfadern hat sich der Einsatz dieses Salzes bereits sehr oft bewährt. Auch das Auftreten rheumatischer und gichtischer Erkrankungen kann mit diesem Funktionsmittel verhindert werden.

Ein weiteres Anwendungsgebiet, das vor allem in den letzten Jahren vermehrt im Mittelpunkt biochemischer Forschungen gewesen ist, ist die Ausleitung und Entgiftung von Schwermetall- und Amalgambelastungen. Oft wird die massive Überflutung des Körpers mit metallischen Stoffen gar nicht erkannt, denkt man nur an die Aluminiumverbindungen, die in Tetrapacks oder als Antihidrotikum in diversen Deos ihre Verwendung finden.

Aussackungen am oberen inneren Augenlid,Sommersproßen und ein „Damenbart“ sind antlitzdiagnostisch gesehen ein Hinweis auf einen Mangel an diesem Mineralsalz.
Kupfer ist im menschlichen Organismus ein wesentlicher Bestandteil von verschiedenen wichtigen Enzymen. Die Resorption erfolgt bereits im Magen. Insgesamt findet man im Körper eines Erwachsenen zwischen 80 und 120 Milligramm Kupfer. Damit handelt es sich bei diesem Spurenelement nach Eisen und Zink um das Dritthäufigste. Seit dem 19. Jahrhundert wird Kupferarsenit als homöopathisches Mittel bei Krampfzuständen eingesetzt. Auch in der Schulmedizin wurde diese chemische Verbindung über Jahrzehnte hinweg bei schweren Darmkrämpfen verwendet, was heute allerdings obsolet ist.

In der erweiterten Biochemie nach Dr. Schüßler wird Cuprum arsenicosum in folgenden Wirkungsbereichen sehr erfolgreich angewendet:
Bei Krämpfen aller Art, bei denen Calcium phosphoricum (Nr.2) und Magnesium phosphoricum (Nr.7) keine ausreichende Besserung der Beschwerden bringen, sollte die Anwendung dieses Mineralsalzes angedacht werden. Hierbei sollte man die Indikation „Krampf“ nicht nur auf Wadenkrämpfe reduzieren, sondern auch Verkrampfungen der Verdauungsorgane, Krämpfe vor oder während der Periode und auch Fieberkrämpfe können sehr gut mit diesem Salz behandelt werden. Störungen im zentralen Nervensystem, die von Krämpfen begleitet werden erfordern die Anwendung von Cuprum arsenicosum, denkt man in diesem Zusammenhang an Erkrankungen wie Epilepsie oder auch an Entwicklungsstörungen von Frühgeborenen, wobei die Anwendung dieses Salzes nicht die schulmedizinische Behandlung ersetzt, sondern den Betroffenen eine wertvolle Unterstützung bringen kann.

Auch bei Störungen im Drüsensystem, insbesondere bei Erkrankungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Schilddrüse ist die Nr.19 sehr hilfreich, wobei man im Einzelfall entscheiden sollte, ob nicht vielleicht die Nr. 13 (Kalium arsenicosum) angebracht wäre.

Ein weiterer sehr wichtiger Einsatzbereich dieses Mineralstoffes ist der Eisenstoffwechsel, da Cuprum arsenicosum den Einbau von Eisen in die roten Blutkörperchen reguliert. Deshalb empfiehlt es sich, bei Störungen im Eisenstoffwechsel diesen Mineralstoff mit Ferrum phosphoricum (Nr.3) zu kombinieren. Neben Eisen steht Kupfer in engem Zusammenhang mit Zink und trägt somit maßgeblich zu einem funktionierenden Immunsystem bei. Durch den regulierenden Charakter dieses biochemischen Funktionsmittels wirkt es ausgleichend auf Störungen im Mineralstoffhaushalts. Vor allem bei immungeschwächten Menschen erscheint die Anwendung sinnvoll. Auch zur unterstützenden Behandlung von Parasiten, wie Maden-, Spul- und Bandwürmern hat sich Cuprum arsenicosum in der Praxis sehr bewährt (Sieben Tabletten täglich).

Ein Mangel an diesem Mineralstoff erkennt man antlitzdiagnostisch an einem hellen, V-förmigen Lidrand am inneren Augenrand und an einem bläulichen Hautschimmer.
Aluminium liegt in der Natur nicht als Metall, sondern vor allem in Silikatform vor und spielt eine große Rolle in der Glas- und Keramikindustrie. Im Lebensmittelbereich wird es als Folie in Tetrapacks angewendet, auch in Deos und in Rasierstiften finden Salze dieses Metalls Verwendung. Kaliumalaun wird auch zur Herstellung von Knetmasse benötigt (falls Sie die Rezeptur brauchen, wir haben sie und alle benötigten Bestandteile vorrätig).

Aluminiumkaliumsulfat wird im Europäischen Arzneibuch angeführt, Kaliumalaun wird äußerlich zur Blutstillung und als Ätzmittel verwendet, eine Anwendung gegen Durchfall und bei Darmblutungen ist heute nicht mehr angezeigt. Dieser sehr alte mineralische Arzneistoff, er stand bereits 500 v. Chr. als Arzneimittel in Gebrauch, wird heute in der Homöopathie und vor allem in der Biochemie nach Dr. Schüßler erfolgreich angewendet. Samuel Hahnemann selbst führte mit diesem Mineralstoff Selbstversuche durch und kam zur Erkenntnis, „dass die Hauptangriffspunkte des Aluminiums in den mit glatter Muskulatur ausgestatteten Organen, vorzüglich also den Gefäßen und dem Darm liegen“.

In der erweiterten Biochemie nach Dr. Schüßler wird Kalium Aluminium sulfuricum im Allgemeinen bei Funktionsstörungen des Nervensystems eingesetzt. Sowohl bei Konzentrations- und Gedächtnisschwäche als auch bei Lernstörungen ist dieser Mineralstoff sehr hilfreich. Die Anwendung empfiehlt sich weiters im Allgemeinen bei Vergesslichkeit und Verwirrtheitszuständen im Alter. Selbst bei Schwindelzuständen, die mit einem unsicheren Gang einhergehen, kommt es zu einer Verbesserung der Symptome.

Dieses Ergänzungssalz hat außerdem einen ausgeprägten Einfluss auf die glatte Muskulatur. Taubheitsgefühle, Gefäßlähmungen, Störungen in der Blutzirkulation und auch bei Hämorrhoiden wird es erfolgreich angewendet, wobei die Wirkung nicht wie in der Schulmedizin auf adstringierende Effekte beruht.

Bei Störungen des Magen-Darmkanals, bei Durchfall und Brechdurchfall – insbesondere bei Kindern- ist dieses Salz vor allem in Kombination mit der Nr. 19 Cuprum arsenicosum zu empfehlen. Sogar bei Verstopfung und bei Blähungskoliken hat sich dieses Mittel bewährt. Der positive Einfluss beruht sowohl auf die günstige Wirkung auf die glatte Muskulatur, als auch auf regulierende Effekte beim Flüssigkeitshaushalt. Es zeigen sich zusätzlich noch positive Effekte auf Entzündungen der Dickdarmschleimhaut (Colitis ulcerosa). Hier kann man diesen Mineralstoff unterstützend zur Schulmedizin einsetzen.

Bei Trockenheit der Haut und der Schleimhäute – normalerweise ist hier die Nr. 8 zuständig- und der damit verbunden Abnahme der Elastizität, Hautverdickungen und Rissbildungen, auch bei trockenem Auge sollte man in der Biochemie nach Dr. Schüßler auf diesen Mineralstoff nicht verzichten.
Im menschlichen Körper beträgt der Zinkgehalt zwischen zwei und drei Gramm. Mehr als 200 Enzyme enthalten Zink als wesentliche Komponente und damit stellt Zink ein essentielles Spurenelement dar. Schlüsselenzyme im menschlichen Organismus sind zinkabhängig, es ist daher essentiell für das Zellwachstum notwendig. Das Funktionieren der Thymusdrüse hängt von einem ausreichenden Zinkspiegel ab. Die Thymusdrüse reguliert indirekt die Reifung der Immunzellen in den Lymphknoten. Die T-Lymphozyten, die eine zentrale Abwehraufgabe bei der Immunabwehr des Körpers haben, werden in der Thymusdrüse gebildet. Daraus ergibt sich bei reduzierter Infektionsabwehr und bei einer reduzierten Antikörperbildung eine zwingende Substitution dieses Spurenelementes, zumal chronische Erkrankungen wie Alkoholismus und Diabetes die Zinkausscheidung erhöhen und damit zu Mangelerscheinungen führen.

Zink ist für die Haut, für die Haare und für die Fingernägel von wesentlicher Bedeutung. Während man die Nr.1 bei splitternden Nägeln, die Nr.2 bei weißen Flecken auf den Fingernägeln einsetzt, sind gerillte Nägel ein Hinweis auf einen Mangel auf die Nr.21. Bei Haarausfall hat sich vor allem die Kombination der Salze 1, 6, 8, 11 und 21 sehr bewährt.

Da Zink im Vitamin A – Stoffwechsel eine große Rolle spielt, weil bei Zinkmangel zu wenig Vitamin A aus den Speichern der Leber freigesetzt wird, ist bei Nachtblindheit, bei Maculardegeneration und bei Netzhautfunktionsstörungen eine Zinksubstitution angebracht.

Zincum chloratum beeinflusst weiters das menschliche Hormonsystem. Durch die indirekte Hypophysenwirkung ist die Hormonproduktion auf eine ausreichende Zinkzufuhr angewiesen. Einerseits verbessert dieser Mineralstoff beim Mann die Spermienbeweglichkeit und erhöht die Spermienanzahl, andererseits führt er bei Frauen zu einer regelmäßigeren Eireifung. Begleitend zur Behandlung von unerfülltem Kinderwunsch hat sich dieses Salz sehr bewährt.

Eine zunehmende Bedeutung erfährt Zink auch als Radikalfänger und ist in der Biochemie neben der Nr.26 Selenium das wirksamste Antioxidans. Da freie Radikale, die durch Zink abgebaut werden, nachweislich an der Entstehung von Krebs beteiligt sind, kann dieser Mineralstoff eine sehr wertvolle Unterstützung in der Prophylaxe sein. Die Bildung freie Radikale, die auch durch Schwermetallbelastungen im Körper entstehen, kann durch dieses Funktionsmittel reduziert werden, weil Zink die Schwermetalle kompensatorisch verdrängt.

Antlitzdiagnostisch erkennt man einen Mangel an diesem Salz durch gerillte mit weißen Flecken versehenen Fingernägel und an einer hellen, weißen Lippenumrandung.
Calciumcarbonat, ein in Wasser unlösliches Pulver, wird in der Medizin vor allem als Mittel gegen Übersäuerung eingesetzt, da es die im Körper vorhandene Säure bindet. Eine größere Bedeutung hat der auch als „kohlensaures Calcium“ bezeichnete Stoff als Zusatz bei Zahnpulvern.

Calcium carbonicum ist ein sehr häufig zum Einsatz kommender Mineralstoff, sowohl in der Homöopathie als auch in der Biochemie nach Dr. Schüßler, wobei es hier eine Unterscheidung gibt. In der Homöopathie trägt dieser Mineralstoff die Zusatzbezeichnung „Hahnemanni“ und wird aus den mittleren, schneeweißen Schichten der Austernschale hergestellt, während in der Biochemie reines potenziertes Calciumcarbonat Verwendung findet. Die wichtigsten Anwendungsgebiete in der Homöopathie sind Beschwerden im zentralen Nervensystem und im Hals-Nasen-Rachenbereich und bei Neurodermitis, bei trockenen Ekzemen mit Juckreiz oder bei nässenden Ekzemenmit einem eitrig-schleimigen Sekret.

In der Biochemie nach Dr. Schüßler gibt es für Calcium carbonicum zwei wichtige Einsatzgebiete: Einerseits stärkt dieser Mineralstoff den Stoffwechsel, andererseits ist er ein bewährtes Kindermittel.

Die Eigenschaft, den Stoffwechsel zu stärken und den Grundumsatz des Körpers zu erhöhen, macht man sich zu Nutze, wenn das Lebensalter und das biologische Alter einer Person weit auseinanderklaffen. Dieses frühzeitige Altern ist meist auf eine Ausbeutung der körperlichen Substanz zurückzuführen. Auch wenn dieses Anwendungsgebiet aus dem Bereich der Homöopathie stammt, hat es in der Biochemie nach Dr. Schüßler sehr wohl seine Berechtigung. Gerade in der Kinderheilkunde ist Calcium carbonicum ein sehr gerne eingesetztes Mittel.

Da das schnelle Kinderwachstum den Calciumhaushalt stark beeinträchtigt und zu Störungen des Stoffwechsels führen kann, ist dieses Salz angezeigt. Besonders wenn sich bei Säuglingen die Fontanelle nur sehr langsam schließt, Durchfall und Schweiß sauer riechen und das Zahnen sehr mühevoll und unter großen Schmerzen vonstattengeht, dann sollte man an die Nr. 22 denken. Dieser Mineralstoff wird auch als Funktionsmittel bei Verdauungsstörungen sehr erfolgreich eingesetzt, insbesondere wenn sie mit einer Milchunverträglichkeit einhergehen. Im Pubertätsalter hilft es jungen Frauen, die bereits früh ihre Periode bekommen. Es sollte über einen längeren Zeitraum, der mindestens ein halbes Jahr umfasst, eingenommen werden.

Es gibt vereinzelt positive Erfolgsmeldungen bei Polypenbildung und auf einen Einfluss auf das vegetative Nervensystem, allerdings sind Einsatzgebiete noch nicht wissenschaftlich abgesichert.

Antlitzdiagnostisch ist ein Mangel an Calcium carbonicum an den Schlupflidern und Lidfalten einer Person zu erkennen.
Natriumbicarbonat - auch als Soda, Natron, Backpulver und doppeltkohlensaures Natrium bezeichnet – ist ein weißes, in Wasser sehr gut lösliches Pulver, das in der Lebensmittelindustrie als Back- und Limonadenpulver und in der Technik als Treibmittel bei Feuerlöschern Verwendung findet. In der Volksmedizin erfreut es sich sehr großer Beliebtheit als Mittel gegen Übersäuerung, wenngleich hierzu einige kritische Worte angebracht sind. Die Einnahme reinen Natriumbicarbonats und hochkonzentrierter Mischpulver kann massive nachteilige Folgen auf den Organismus haben. Bicarbonat reagiert mit der Magensäure zu Kohlendioxid und Wasser. Hierbei kann es zu einer gravierenden Reizung der Magenschleimhäute und in Folge zu einer verschlechterten Verdauung der zugeführten Nahrung kommen. Diese Problematik tritt bei der Anwendung in der potenzierten Form dieses Mineralsalzes nicht auf und kann daher als risikolose Alternative angewendet werden, doch dazu später.

In der Homöopathie wird Natriumhydrogencarbonat, im Gegensatz zur Biochemie nach Dr. Schüßler nicht verwendet.

Als „Schüßlersalz“ findet es in erster Linie Anwendung bei der Entlastung des übersäuerten Körpers. Es hilft mit, die Schäden einer latenten Übersäuerung des Organismus zu verhindern. Chronische Erkrankungen, insbesondere im höheren Lebensalter, gehen mit Störungen des Säure-Basen-Haushaltes einher. Rheumatische Beschwerden, arteriosklerotische Veränderungen, Harnsäureprobleme sind darauf zurückzuführen. Diese Störungen treten dann auf, wenn die basischen Pufferreserven des Körpers fast aufgebraucht sind, es aber noch zu keiner pH-Wertverschiebung des Blutes gekommen ist.

Natrium bicarbonicum unterstützt ein gesundes Altern. Im Alter verändern sich die Anteile und Verhältnisse von Körperfett, Muskelmasse, Wasseranteil und Plasmavolumen zueinander, zusätzlich kommt es bei eingeschränkter Nierenfunktion zu einer mangelnden Kompensation saurer Stoffe. Ein weiterer positiver Effekt dieses Mineralstoffes ist die protektive Wirkung auf das Knochensystem. Eine chronische Übersäuerung führt zu einer Herauslösung von Mineralstoffen aus der Knochenmasse. Daraus ableitend ist dieser Mineralstoff bei Osteoporose eine wichtige Hilfe.

Bei Hautkrankheiten kann Natrium bicarbonicum sowohl äußerlich als auch innerlich zur Anwendung kommen. Ekzeme und juckende Ausschläge können mit diesem Salz unterstützend gut behandelt werden. In diesem Zusammenhang möchte ich noch kurz auf „Basenbäder“ hinweisen. Hier wird zur Schadstoff- und Säureausleitung nicht die potenzierte Form, sondern das reine Natron verwendet, die Badezeit sollte mindestens eine halbe Stunde umfassen und die Badetemperatur sollte leicht über der Körpertemperatur liegen. Das Ziel, Säure über die Haut auszuscheiden, wird durch unterschiedliche pH-Werte und den dadurch entstehenden osmotischen Druck auch erreicht.
Über Arsen und dessen Bedeutung habe ich bereits beim „13er Salz“ geschrieben. Ergänzend kann man noch anführen, dass das Wort Arsen aus dem Griechischen kommt, arsenikon = wehrhaft, männlich, kraftvoll. So verwundert es auch nicht, dass die Griechen ihren Kriegsgott Ares genannt haben. Im Mittelalter als Schönheitsmittel auch bei Menschen eingesetzt, wurde es bis in das vergangene Jahrhundert noch vereinzelt bei Tieren verwendet. Pferde, die Arsensalze verabreicht bekommen, haben ein glänzenderes Fell und nehmen an Gewicht zu. Dieser Umstand schlug sich vor allem bei einem höheren Verkaufspreis nieder.

Doch nun wieder zurück zur Gegenwart: In der Homöopathie wird es als Mittel gegen extreme Ruhelosigkeit, Angst und Tuberkulose eingesetzt, allerdings nur begleitend zur schulmedizinischen Behandlung.

In der Biochemie nach Dr. Schüßler findet es Anwendung bei einem permanenten Kältegefühl, vor allem in den Extremitäten, bei einer verminderten Lungenfunktion und bei chronischem Darmkatarrh. Das mit Abstand wichtigste Indikationsgebiet ist der Gebrauch bei Allergien. Arsenum jodatum wirkt als „Turboreiniger“ sofort bei allergischen Reaktionen, um akute Anfälle zu lindern.

In diesem Zusammenhang möchte ich die „Allergiemischung“ näher vorstellen, um einen Einblick in die Funktionsweise der Schüßersalze zu geben. Sie umfasst die Nummern 2, 3, 4, 6, 8, 10 und 24. Bei der Einnahme solcher Mischungen, wie man sie auch immer wieder in der Literatur findet, muss man unbedingt berücksichtigen, dass diese Kombinationen nur einen Anhalt geben können und unbedingt im Rahmen eines Beratungsgesprächs oder einer Antlitzanalyse auf die betreffende Person abgestimmt werden sollten. Die Nr. 2 (Calcium phosphoricum) beeinflusst die Eiweißsteuerung, wodurch die Allergiebereitschaft des Organismus herabgesetzt wird. Bei Vegetariern muss dieses Salz nicht unbedingt gegeben werden. Die Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) als das Mittel bei akuten Entzündungen unterstützt den Körper bei extremen Stoffwechselanforderungen. Die Nr. 4 (Kalium chloratum) entlastet als Drüsenbetriebsmittel die Bronchien. Die Nr. 6 (Kalium sulfuricum) stellt für die Zellen den dringend benötigten Sauerstoff zur Verfügung, um Ablagerungen abzubauen. Die Nr. 8 (Natrium chloratum) regelt den Flüssigkeitshaushalt und ist das Mittel bei einem wässrigen Nasensekret. Die Nr. 10 (Natrium sulfuricum) trägt wesentlich zum Ausleiten der Giftstoffe bei und soll auch abschwellend auf die Tränensäcke der Augen wirken. Das letzte Salz in dieser Mischung Arsenum jodatum setzt die Allergieschwelle hinauf und ist auch als „erste Hilfe“ bei plötzlich auftretenden allergischen Reaktionen angezeigt. Allgemein muss noch hinzugefügt werden, dass eine eiweißarme Ernährung angezeigt ist, um den Körper nicht zusätzlich unnötig zu belasten.

Antlitzdiagnostische Zeichen für einen Mangel an diesem Ergänzungssalz sind nässende Ekzeme, Pickel und Komedone und Geschwüre im Nasenbereich.
Gold ist ein weltweit vorkommendes Edelmetall. So beträgt der Gehalt im Meerwasser zwischen 0,01 – 0,044 mg/m3. Daraus kann man ableiten, dass sich in den Weltmeeren rund acht Millionen Tonnen dieses Edelmetalls befinden. Der Goldgehalt wird in Karat angeführt, wobei reines Gold 24 Karat hat, eine aus 75% Gold bestehende Mischung 18 Karat und bei acht Karat beträgt der Gehalt 33,3%. Wegen seiner Weichheit wird Gold meist nicht in Reinform, sondern in Legierungen verwendet. Es lässt zu Blattgold von 0,1 Mikrometer Dicke auswalzen und ist im Unterschied zu unechtem Blattgold in Salpetersäure nicht löslich.

In der Homöopathie wird Natrium tetrachloroauratum bei Leber- Gallen- und Bauchspeicheldrüsenleiden eingesetzt und dient als Konstitutionsmittel der weiblichen Geschlechtsorgane.

Im menschlichen Körper finden wir die größten Goldanreicherungen im Herzen, in der Leber und im Gehirn. Eine der wichtigsten Aufgaben von Gold in unserem Organismus, liegt in der Aktivierung der Zirbeldrüse. Aus der Aminosäure Tryptophan wird über die Zwischenstufe des Serotonins Melatonin gebildet. Somit handelt es sich bei der Zirbeldrüse um das zentrale Regulationsorgan für den 24-Stunden Rhythmus, da durch das Melatonin die biologische Uhr des Körpers gesteuert wird. Der Melatoninspiegel im Körper hat seinen Höhepunkt in der Kindheit und sinkt im Laufe des Lebens kontinuierlich ab. Im 60. Lebensjahr produziert die Zirbeldrüse nur noch halb soviel Melatonin wie bei einem Zwanzigjährigen. So ist es nicht verwunderlich, dass in der Biochemie nach Dr. Schüßler Aurum chloratum natronatum bei Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus , insbesondere bei Schlafstörungen älterer Personen verwendet wird. Auch Menschen, die auf die wechselnden Mondphasen mit Schlafproblemen reagieren und „Schlafwandeln“, erfahren durch dieses Mineralsalz eine deutliche Besserung ihrer Lebensqualität. Da regelmäßiger Schlaf sich positiv auf den Körper auswirkt, wird dieser Mineralstoff von einigen Biochemikern auch als das „Anti-Aging-Programm“ bezeichnet.

Aurum chloratum natronatum wird tratitionell als das „Frauenmittel“ angesehen. Sowohl bei Problemen des weiblichen Zyklus , wie Menstruationsbeschwerden, depressive Verstimmungen und auch beim prämenstruellen Syndrom, als auch bei Verhärtungen und Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane findet es sehr erfolgreich Anwendung.

Ein letzter wesentlicher Einsatzbereich dieses biochemischen Funktionsmittels ist die herzkräftigende Wirkung. Es wird bei unregelmäßigem Herzschlag empfohlen und wird auch bei erhöhtem Blutdruck erfolgreich eingesetzt.

Im Rahmen einer Antlitzanalyse erkennt man einen Mangel an der Nr. 25 an dunklen Flecken auf der Nase und an senkrechten Falten zwischen Augenbraue und Augenlid.
Das Spurenelement Selen wurde 1818 von Jöns Berzelius entdeckt und spielt im menschlichen Körper eine wesentliche Rolle, zumal der Mangel in unseren Breiten sehr weit verbreitet ist. So nehmen in Deutschland 90% der Menschen zu wenig an Selen auf. Die durch massiven Einsatz von Düngemitteln hervorgerufene Übersäuerung der landwirtschaftlichen Anbauflächen und die zunehmende Schwermetallbelastung unserer Umwelt führen zu einem Selenmangel. Eine massive Unterversorgung an diesem Spurenelement führt zur „Keshan Krankheit“, einer schweren Herzmuskelerkrankung. Die Bedeutung dieses Mineralstoffs kann man daran erkennen, dass er das Krebsrisiko senkt, das Immunsystem stärkt und auch unsere Zellen vor der Zerstörung durch freie Radikale schützt. Die Glutathionperoxidase ist das Schlüsselenzym für die körpereigene Radikalabwehr und benötigt für dessen Aufbau vier Atome Selen pro Molekül. Jedes Organ, das durch freie Radikale angegriffen wird, wie die Augen, die Leber und auch die roten Blutkörperchen, um nur einige zu nennen, benötigen diesen Stoff als Oxidationsschutz. In den USA wird Mehl mit Selen angereichert, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Selen wird im Körper vor allem als Methioninsalz gespeichert, biologisch rascher verfügbar ist das Natriumselenit. In der Nahrung liegen Selensalze in Eiern, Fischen, Kokosnüssen und Pilzen vor, wobei bei letzteren der Selengehalt wesentlich von den Böden abhängig ist.

In der Homöopathie setzt man Selen als Konstitutionsmittel für das periphere Nervensystem, bei Erkrankungen der Haut und der männlichen Geschlechtsorgane ein.

In der Biochemie nach Dr. Schüßler nimmt die Nr. 26 eine Sonderstellung ein, da es als einziges Salz um ein Spurenelement handelt, das nicht in einer Ionenverbindung vorliegt. Zur Leberentgiftung wird Selenium meist in Kombination mit der Nr. 10 Natrium sulfuricum gegeben, um den Leberstoffwechsel zu normalisieren und die Entgiftungsleistung zu verbessern. Ein weiteres Anwendungsgebiet dieses Mineralstoffs liegt im Bereich der Schilddrüse, da es dort regulativ in den Haushalt eingreift. Auch bei oftmaligen Auftreten von Herpeserkrankungen sollte man eine Anwendung dieses Mineralstoffs denken. Eine wesentliche Rolle spielt Selen in der „Antioxidantienmischung“. Sie umfasst die Nummern 3, 6, 10, 17, 19, 21 und 26, an welche man speziell bei Amalgambelastungen im Rahmen von Zahnsanierungen denken sollte.

Da Selenium erst zu Beginn dieses Jahrhunderts als Schüßlersalz Eingang in die Biochemie gefunden hat, gibt es antlizanalystisch gesehen, nur wenige Hinweise auf einen Mangel, abgesehen von Grübchen im inneren Augenwinkel.
Chrom ist ein silberglänzendes, äußerst widerstandsfähiges Mineral, das weder an Luft noch in Wasser oxidiert. Verwendet wird es in Form von Chrom-Eisenlegierungen, die sich durch besondere Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Säuren und Luft auszeichnen. Auch zur Lederherstellung, in der Färberei und in der chemischen Industrie finden Chromsalze Anwendung. Entdeckt wurde dieses Element 1797 vom Apotheker Louis Vauquelin. 1959 wurde Chrom als essentielles Spurenelement für den menschlichen Organismus nachgewiesen, daher war es nötig, in der erweiterten Biochemie nach Dr. Schüßler eine chromhältige Verbindung einzuführen: Kalium bichromicum.

Der Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen beträgt zwischen 50 und 200 Mikrogramm Chrom, wobei es in der Nahrung vor allem in Vollkornbroten, Pilzen, Fleisch und Bierhefe vorkommt. Im Körper spielt Chrom eine besondere Rolle beim Glukosetoleranzfaktor. Dieser fördert die Glukoseverwertung in den Zellen, indem er zusammen mit dem Insulin die Glukoseaufnahme in die Muskelzellen reguliert. Bei einer Chrommangelversorgung kommt es zu einer Insulinresistenz, die für die Entstehung Diabetes mitverantwortlich ist. Eine Chromunterversorgung ist außerdem für weitere Stoffwechselerkrankungen, wie zu hohe Blutfette, Übergewicht und Bluthochdruck mit Ausschlag gebend. Eine ausreichende Chromzufuhr führt bei mehr als der Hälfte der Diabetiker zu einer Verbesserung der Glukosetoleranz. Der Lipidstoffwechsel steht deshalb mit Chrom in einem Zusammenhang, da es die Cholesterinsynthese in der Leber steuert.

In der Homöopathie wird Kalium bichromicum vor allem bei Entzündungen der oberen Atemwege, bei Gastritis und bei Muskel- und Gelenksrheumatismus eingesetzt.

In der erweiterten Biochemie nach Dr. Schüßler wird Kalium biochromicum bei Schleimhautkatarrhen eingesetzt. Weißlich-gelbliche , sehr zähe Schleimabsonderungen sind ein Hauptanwendungsgebiet dieses Mineralstoffs, wobei man hier eine Kombination mit der Nr.4 (Kalium chloratum) einnehmen sollte. In diesem Zusammenhang sollte man auch an Kopfschmerzen und Migräne denken, wenn diese in Folge einer Nasennebenhöhlenentzündung oder eines unterdrückten Schnupfens auftreten. Die Kopfschmerzen sind in diesem Fall im Augenbereich lokalisiert. Auch bei erhöhten Cholesterinwerten und bei Diabeteserkrankungen ist der Einsatz dieses Salzes empfehlenswert. Als letzte Anwendungsmöglichkeit der Nr. 27 möchte ich auf chronische Eiterungen der Haut und Akne hinweisen.

Antlitzdiagnostisch ist ein Mangel an der Nr. 27 Kalium bichromicum an kleinen Wülstchen, ausgehend vom äußeren Augenlid erkennbar.